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Boden:ständig
Wasserpakt zu Gast beim boden:ständig-Projekt am Pelhamer See

Mehrere Teilnehmer stehen im Halbkreis um einen Vortragenden.Zoombild vorhanden

Foto: Wolfgang Gar - AELF Rosenheim

22.10.2025 Höslwang, Lkr. Rosenheim – Zur jährlichen Arbeitsbesprechung der Wasserpakt-Partner im Regierungsbezirk lud die Regierung von Oberbayern ins Projektgebiet nach Höslwang u. Bad Endorf im Landkreis Rosenheim ein.

Organisator Michael Nowak, vom Sachgebiet 60 an der Regierung von Oberbayern, hatte gemeinsam mit Kathi Bräustetter und Thomas Kronast, beide vom Amt für ländliche Entwicklung Oberbayern, ein ansprechendes Tagesprogramm zusammengestellt und durch den Tag moderiert.
Wesentlichen Anteil am Erfolg der informativen Veranstaltung hatten die Praxisbeiträge der Akteure im Projektgebiet am Pelhamer See.

Fachliche Impulse am Vormittag

Unter dem Motto „Gemeinsam für Boden- und Gewässerschutz“ stellten Kathi Bräustetter u. Thomas Kronast zunächst Ziele, Schwerpunkte und die Zusammenarbeit im boden:ständig-Projekt vor. Partner im erfolgreich gelebten Projekt sind die Teilnehmergemeinschaft Pelhamer See, der Markt Bad Endorf, die Gemeinde Eggstätt, die Gemeinde Höslwang, das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim, die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Rosenheim und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim (AELF).

Anschließend führte Rupert Hilger in seiner Rolle als boden:ständig-Umsetzungsbegleiter in den Projektteil „Ökologischer Gewässerunterhalt“ ein. Dabei geht es um den Erhalt des Gewässers bei gleichzeitiger Förderung des Lebensraums für wild lebende Pflanzen und Tiere. Jörg Luber u. Josef Kink ergänzten dazu zur Wildgänse- und Biberproblematik vor Ort. Wichtig war den Rednern die stets konstruktive und unkomplizierte Zusammenarbeit mit den Behördenvertretern herauszustellen.

Im abschließenden Vortragsblock berichtete das Landwirte-Duett Simon Buchner und Josef Linner aus der Praxis ihrer Anbauversuche am Pelhamer See. Beispielsweise durch schonendere Bodenbearbeitungsmaßnahmen (wie etwa den Verzicht auf das Pflügen) soll der Boden mehr Wasser aufnehmen können und weniger anfällig für Erosion sein. „Dadurch können wir besser wertvolle Nährstoffe in der Fläche halten und ein Abschwemmen in die Bäche und den See verhindern“, schlussfolgerte Linner.

Nachmittagsprogramm mit zwei Praxisteilen

Zunächst führte die Exkursion an den Pickenbach und den Zunhamer Bach. Dort erläuterten Johann Murner (1. Bürgermeister der Gemeinde Höslwang) und Rupert Hilger Probleme und die lösungsorientierte Umsetzung von Maßnahmen zum ökologischen Gewässerunterhalt in der Gemeinde Höslwang. Durch die unkomplizierte Zusammenarbeit von Gemeinde, Grundstückseigentümern, Landwirten und Behörden konnten Gewässeraufweitungen zügig realisiert werden.

Anschließend erlebten die Teilnehmer auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Josef Linner einen tiefen und anschaulichen Einblick wie produktive Grünlandbewirtschaftung mit erfolgreichem Gewässerschutz Hand-in-Hand gehen können. Josef Linner ist Mitglied im Demonstrationsbetriebsnetz „Gewässer-, Boden- und Klimaschutz“ u. arbeitet eng mit der Gewässerschutzberatung des AELF Rosenheim zusammen. Gemeinsam mit Gewässerschutzberater Johannes Überacker zeigten Simon Buchner und Josef Linner die Maßnahmen der Grünlandverbesserung, die am Betrieb Linner unternommen wurden. Beispielsweise wurde Wiesenrispe nachgesät. „Durch die Nachsaat können wir einen Pflanzenbestand etablieren, der besseres Futter für die Rinder liefert und durch höhere Wasserhaltefähigkeit dem Gewässer- und Bodenschutz dient“, so AELF-Berater Johannes Überacker.
Die Veranstaltung hat gezeigt, wie erfolgreicher Gewässer- und Bodenschutz durch das Zusammenspiel von engagierten Landwirten, Kommunen und Fachbehörden gelingen kann.

(Michael Nowak von der Regierung von Oberbayern, in Zusammenarbeit mit den involvierten Akteuren.)
Zum Tagesprogramm gehörte auch eine Exkursion.

Foto: Wolfgang Gar - AELF Rosenheim

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Die Teilnehmenden der Jahresbesprechung stehen zum Gruppenbild zusammen.

Foto: Benedikt Kuhn - Regierung von Oberbayern

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Wasserpakt und boden:ständig

Ziel des Wasserpaktes: alle Kräfte bündeln, um auf freiwilliger Basis, in Ergänzung zu den gesetzlichen Vorgaben, eine Verbesserung des Zustandes unserer Gewässer nach den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie u. eine Verbesserung des Landschaftswasserhaushaltes zu erreichen.
Unterstützer des Wasserpaktes sind Vereine, Verbände sowie Umweltministerium und Landwirtschaftsministerium (mehr unter Wasserpakt).
Innerhalb des Wasserpaktes bringt die Verwaltung für ländliche Entwicklung (aus dem Geschäftsbereich des Landwirtschaftsministeriums) bereits langjährig die Initiative boden:ständig zum Erhalt lebendiger Böden und zur abflussbremsenden Flurgestaltung ein. Menschen aus den Gemeinden und der Landwirtschaft vor Ort bringen sich aktiv und freiwillig ein, um gemeinsam erosionsmindernde Bewirtschaftungsmethoden und Puffersysteme umzusetzen. Die Partner in diesen Netzwerken helfen mit, lösungsorientiert und aktiv die aktuellen Herausforderungen zu meistern.