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Foto: Susanne Huber, ALE Oberbayern
(23. September 2024) Freising – Auwälder, Niedermoorwiesen und vogelartenreiche Gewässer prägen das Mittlere Isartal und den Kulturraum Ampertal in den Landkreisen Freising und Erding. Die Nähe zum Ballungsraum München und zum Flughafen der Landeshauptstadt sowie wachsende Unternehmen steigern zudem die Attraktivität der Region. Gleichzeitig stellt diese Entwicklung vor allem für die Umwelt und die Verkehrsinfrastruktur eine Herausforderung dar. Zum Erhalt der Mobilität und zum Schutz des Naturraums wurde deshalb auf Initiative der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) Kulturraum Ampertal gemeinsam mit der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Mittlere Isar das Mobilitätskonzept MIA entwickelt.
Die Kreisstadt Freising im Norden von München ist attraktiv in vielerlei Hinsicht. Inmitten einer herrlichen Naturlandschaft gelegen bietet sie alle Annehmlichkeiten eines Oberzentrums mit Unternehmen, Kultureinrichtungen und Hochschulen in der Nähe zu München. Immer mehr Menschen entdecken diese Vorteile und wollen in den Landkreisen Freising und Erding wohnen und arbeiten. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Flughafen der Landeshauptstadt und zu den Autobahnen A9 und A92, der B301 sowie vielen Staatsstraßen ist die alte Bischofs- und Universitätsstadt verkehrstechnisch bestens erschlossen. Das schafft aber auch Probleme in der Wachstumsregion. Allein der Flughafen München hat rund 33000 Beschäftigte, von denen viele täglich über die Kreisstraßen zum Airport pendeln. Hinzu kommen zahlreiche Flugreisende. Die viel befahrenen Straßen zum Flughafen und zum Ballungsraum München durchschneiden die Naturräume. Die Belastungen für Anwohnerinnen und Anwohner und auch für die Personen, die am Verkehr teilnehmen, nehmen durch Lärm, Staus und Behinderungen stark zu.
Dass Handlungsbedarf bestehe, darüber waren sich die Gemeinden und die Bürgerinnen und Bürger im Ampertal einig. Um ein zukunftsfähiges Mobilitätskonzept zu schaffen, bildeten die Initiatoren Lokale Aktionsgruppe (LAG) Mittlere Isar aus Freising und die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Kulturraum Ampertal eine Interessensgemeinschaft, erklärt Nina Huber, Regionalmanagerin der ILE Kulturraum Ampertal. Von 2018 bis 2020 wurde im Rahmen eines LEADER-Projektes ein „Integriertes Mobilitätskonzept“ entwickelt, das Verkehr, Wohnen und Umwelt in Einklang bringen soll. In acht Mobilitätskategorien wurden besonders wichtige Maßnahmen festgelegt, die innerhalb des LEADER-Folgeprojektes „Interkommunales Mobilitätsmanagement für die MIA-Region“ angepackt werden.
Das Mobilitätskonzept für die Isarregion und das Ampertal (MIA) wurde in Kooperation mit dem Lehrstuhl Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung der Technischen Universität München (TUM), der Ingenieurgesellschaft für Straßenverkehr Schlothauer und Wauer sowie Greencity erstellt. Neben einer Bestandsaufnahme wurden bestehende zumeist einzelne Mobilitätskonzepte zu einem tragenden Gesamtkonzept zusammengeführt.
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Foto: Nina Huber, ILE Kulturraum Ampertal
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Foto: Nina Huber, ILE Kulturraum Ampertal