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Moorbodenschutz
Moorbodenschutz und Bodenerhalt – Beweidung als Praxisbeispiel

Drei Wasserbüffel vor einem Gatter, im HintergrundZoombild vorhanden

© A.Grandl, ALE Oberbayern

(24.03.2026) Benediktbeuren, Lkr. Bad Tölz-Wolfratshausen - Wie lassen sich empfindliche Moorböden schützen und gleichzeitig landwirtschaftlich nutzen? Eine Exkursion in den Loisach-Kochelsee-Mooren zeigte eindrucksvoll, wie Beweidung und Moorschutz Hand in Hand gehen können – und wie der Austausch zwischen den Beteiligten aussehen kann.

Am 3. März 2026 lud das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen zur Exkursion „Moorbodenschutz und Bodenerhalt mit Praxisbeispiel Beweidung auf Moorflächen“ in die Loisach-Kochelsee-Moore im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ein. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Einblicke in Maßnahmen zum Erhalt von Moorflächen sowie in deren nachhaltige Bewirtschaftung durch Beweidung.

Die Teilnehmer der Exkursion besuchen die Wasserbüffel.Zoombild vorhanden

© A.Grandl, ALE Oberbayern

Zu Beginn der Exkursion wurde eine wiedervernässte Moorfläche des Don-Bosco-Klosters Benediktbeuern besichtigt. Sie wird seit mehreren Jahren von der Familie Sindlhauser aus Benediktbeuern mit Wasserbüffeln und Hochlandrindern beweidet. Vor Ort erläuterte Landwirt Franz Sindlhauser anschaulich die praktischen Anforderungen und Besonderheiten der Moorbeweidung. Dabei erklärte er unter anderem Aspekte der Tierhaltung und Fütterung, die notwendige Infrastruktur, Finanzierungsfragen sowie den Wasserhaushalt der Fläche.
Fünf Wasserbüffel beweiden das Moor.Zoombild vorhanden

© A.Grandl, ALE Oberbayern

Im Anschluss folgten zwei Fachvorträge: Theresa Venhoda, Moorschutzberaterin am AELF Holzkirchen, vermittelte grundlegende Kenntnisse zu Moorökosystemen, geeigneten Schutzmaßnahmen und konkreten Handlungsempfehlungen. Antonia Grandl, Moorschutzbeauftragte des Amts für Ländliche Entwicklung Oberbayern, stellte Instrumente vor, wie z.B. der Freiwillige Landtausch und das Programm FlurNatur, die zur Umsetzung von Moorschutzmaßnahmen beitragen können.

Die Veranstaltung verdeutlichte die Bedeutung des praxisorientierten Austauschs zwischen Landwirtschaft, Beratung und Verwaltung. Sie bot eine wertvolle Plattform für fachlichen Dialog und gegenseitige Impulse. Die Veranstalter dankten allen Teilnehmenden für die konstruktiven Gespräche und ihr Engagement für den Schutz der Moorlandschaften.