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Schwammregion
Ländliche Verwaltung zu Gast mit Infostand auf der 28. SOBA-Messe in Schrobenhausen

(28.04.2026) Schrobenhausen, Neuburg-Schrobenhausen – Am 19.März 2026 war das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberbayern gemeinsam mit der ARGE Schwammregion auf der 28.SOBA-Messe in Schrobenhausen vertreten, um das Konzept der Schwammregion und mögliche Maßnahmen vorzustellen. Dabei wurde deutlich: Der Bedarf an Information und Beratung ist hoch.

Die Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz und Schwammregion e.V. (ARGE) nutzte die lokale Wirtschafts- und Erlebnismesse in Schrobenhausen als Plattform, um umfassend über das Projekt Schwammregion zu informieren. Das Aktionsprogramm umfasst die neun Gründungskommunen der gleichnamigen Arbeitsgemeinschaft ARGE in den Landkreisen Pfaffenhofen a. d. Ilm und Neuburg-Schrobenhausen im Einzugsgebiet der Paar. Anlass für die Gründung war das Jahrhunderthochwasser im Juni 2024 sowie zunehmende Starkregenereignisse. Ziel der ARGE ist es, solidarischen Hochwasserschutz in der landwirtschaftlich geprägten Region durch Versickerungs- und Rückhaltemaßnahmen voranzubringen.

Auf Einladung der ARGE beteiligte sich das ALE Oberbayern mit einem Informationsstand. Die Behörde bot einen strukturierten Überblick über konkrete Umsetzungsinstrumente. Karin Lobenwein und Stefanie Buchner aus dem Sachgebiet Landwirtschaft und Landnutzung des ALE Oberbayern standen dem Fachpublikum sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern für Auskünfte zur Verfügung. Viele nutzten das Angebot zum regen Austausch.

Neben allgemeinen Informationen zu den Verfahren über Flurneuordnung und Dorferneuerung wurden insbesondere die Programme und weiteren Förderinstrumente vorgestellt. So zum Beispiel boden:ständig, als Initiative für einen verbesserten Boden- und Wasserschutz, FlurNatur zur Förderung von Struktur- und Landschaftselementen, der Freiwillige Landtausch zur Optimierung von Flächennutzungen oder Streuobst für alle zur Förderung ökologisch wertvoller Kulturlandschaften. Anschauliche Roll-ups visualisierten die Zielsetzung der Schwammregion und konkrete Maßnahmenbeispiele für Landschaft und Siedlungsbereiche.

Hoher Bedarf an Information und Beratung
Vielen Besucherinnen und Besuchern war der Begriff der Schwammregion unbekannt, so die Erkenntnis der beiden ALE-Mitarbeiterinnen. Gleichzeitig zeigte sich ein starkes Interesse bei Betroffenen: Insbesondere Personen aus hochwassergefährdeten Gebieten suchten gezielt das Gespräch und erkundigten sich nach konkreten Umsetzungsmöglichkeiten. Die Vielzahl qualifizierter Nachfragen verdeutlicht den steigenden Beratungsbedarf sowie die Notwendigkeit, fachliche Inhalte verständlich und praxisnah zu vermitteln.

Die ARGE plant, die begonnenen Informationsaktivitäten weiter auszubauen. Der nächste Schritt war das erste Vernetzungstreffen am 17.04.2026 in Pfaffenhofen mit relevanten Akteuren aus den beteiligten Kommunen. Dort wurden zentrale Ziele und fachliche Beiträge zum Wasserrückhalt vorgestellt. Im Anschluss folgte ein kurzer Workshop zur gemeinsamen Erarbeitung von Ideen und Ansätzen für die Umsetzung von Schwammmaßnahmen.
Fazit

Die Beteiligung des ALE Oberbayern auf der SOBA-Messe 2026 verdeutlichte die wichtige Rolle der Ländlichen Entwicklung bei der Umsetzung integrativer Wassermanagementstrategien. Die Kombination aus fachlicher Information, konkreten Förderinstrumenten und direktem Dialog vor Ort stellt einen wichtigen Baustein dar, um das Konzept der Schwammregion in der Praxis zu verankern. Angesichts zunehmender klimatischer Extremereignisse wird deutlich: Effektiver Wasserrückhalt erfordert nicht nur technische Lösungen, sondern auch dezentrale Maßnahmen und vor allem Zusammenarbeit, Aufklärung und langfristige Strategien auf regionaler Ebene.